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Museen und Galerien

742 registrierte Museen gibt es derzeit in Österreich (Stand 10.2017) und sie alle haben ein Herzstück - ihre jeweilige Sammlung. Diese wird bewahrt, erforscht, präsentiert und vermittelt; mit dem Ziel, das kulturelle Erbe der Öffentlichkeit zugänglich zu machen und für nachfolgende Generationen zu sichern und zu bewahren.

Die österreichischen Museen gehen auf ehemals kaiserliche beziehungsweise bürgerliche Sammlungen zurück, oder wurden in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts gegründet. Heute ist rund die Hälfte der österreichischen Museen in öffentlicher Hand, zu den Trägern zählen neben Bund und Ländern auch Gemeinden, Vereine und Stiftungen sowie Unternehmen und Privatpersonen.

Ein Drittel der österreichischen Museen ist mit dem Museumsgütesiegel ausgezeichnet, das von ICOM Österreich (International Council of Museums) und dem Museumsbund Österreich vergeben wird und besonders nachhaltige und qualitätsvolle Museumsarbeit würdigt.

Die Museumsstatistik für das Jahr 2014 verbucht 17,3 Millionen Museumsbesuche, von denen mehr als ein Viertel auf (die 64 teilnehmenden) Kunstmuseen fällt. Insgesamt arbeiten in Österreich derzeit knapp 10.000 Menschen in Museen, davon fast 40% ehrenamtlich. Kunsthistorikerinnen und Kunsthistoriker sind im Sammlungs- und Ausstellungs- und Publikationswesen, der Inventarisierung und der Vermittlung tätig. Die Arbeit im Museum verbindet Forschung mit dem Umgang mit Kunstwerken und dem Kontakt zum Publikum und setzt mindestens den Master, vielfach die Promotion voraus. Die Restaurierung erfordert eine eigene Ausbildung.
Gleichermaßen Herausforderung und Chance ist die digitale Erweiterung der Museumsarbeit. Immer mehr Museen stellen ihre Bestände online zur Verfügung und nutzen soziale Medien für die Kommunikation mit einem breiteren Publikum. Auch analog wurden in den letzten Jahren vielseitige Vermittlungsangebote entwickelt, um im Sinne der Barrierefreiheit und Inklusion möglichst viele Menschen zu erreichen. So versuchen die österreichischen Museen jenseits der traditionellen Aufgaben des Bewahrens, Erforschens und Präsentierens einer pluralistischen Gesellschaft gerecht zu werden und sind auf einem guten Weg,
die kulturellen Schätze Österreichs in Zukunft noch mehr Menschen erlebbar zu machen.