Konferenz / Tagung / Symposium / Kolloquium

Kleine Bilder, große Wirkung. Holbeins Bilder des Todes und ihre Rezeption

Coburg (D), 22. und 23. September 2016

Tagung der Kunstsammlungen der Veste Coburg


Hans Holbein d.J. hatte in den 20er Jahren des 16. Jahrhunderts die kleinformatige Folge Bilder des Todes geschaffen. Durch ihre Ausführung in der Technik des Holzschnitts war sie von vornherein für eine große Verbreitung bestimmt. Die innovativen Bildfindungen und ihre bedeutenden Veränderungen im Vergleich mit traditionellen Totentanzdarstellungen hatten einen nachhaltigen Einfluss auf die Kunst. Bereits im 16. Jahrhundert entstanden zahlreiche Kopien und Adaptionen.
Angesichts der bis heute anhaltenden europaweiten Rezeption scheint Holbeins Zyklus ein ideales Beispiel abzugeben, an dem Übersetzungsprozesse über mehrere Jahrhunderte verfolgt werden können. Im Zentrum stehen Fragen nach den Intentionen für die Entstehung der Reproduktionen, nach den Veränderungen und Erweiterungen bei der Übertragung in andere Techniken oder Medien, sowie nach den neuen Funktionen und Bedeutungsdimensionen.


Programm

22. September 2016

14.00–14.15 Uhr
Dr. Klaus Weschenfelder, Direktor der Kunstsammlungen der Veste Coburg
Begrüßung

14.15–14.30 Uhr
Priv.-Doz. Dr. Stefanie Knöll (Coburg)
Einführung

14.30–15.00 Uhr
Prof. Dr. Oskar Bätschmann (Zürich)
Dialektik des Porträts bei Hans Holbein d. J. – das Porträt als Gegensatz zu den Bildern des Todes.

15.00–15.30 Uhr
Dr. Christian Rümelin (Genf)
Die Originalausgaben der Bilder des Todes.

15.30–16.00 Uhr
Gaby Weber, lic. phil. (Zürich)
Die Todesbilder aus dem bischöflichen Schloss in Chur. Beobachtungen zum Übersetzungsprozess in die Wandmalerei.

Kaffeepause

16.30–17.00 Uhr
Prof. Dr. Bernd Lindemann (Berlin)
Sandrart beim Wort genommen – Holbein und Caravaggio.

17.00–17.30 Uhr
Prof. Dr. Volker Manuth (Nijmegen)
Rubens zeichnet Holbein.

17.30–18.00 Uhr
Dr. Stefan Morét (Karlsruhe)
Die Todesallegorien des Stefano della Bella und ihr Verhältnis zu Holbein.


23. September 2016

9.00–9.30
Dr. Achim Riether (München)
Holbein im Barock: Der Sterbensspiegel der Brüder Rudolf und Conrad Meyer.

9.30–10.00
Dr. Dr. Sophie Oosterwijk (St Andrews) und Alice Zamboni, B.A. (London)
Holbein transmuted. The macabre drawings of Gesina ter Borch (1631–1690)

10.00–10.30
Annette Kniep (Bern)
Wenn der Tanz sich setzt – Der szenische Totentanz Holbeins als neues Konzept in seiner direkten Rezeption

Kaffeepause

11.00–11.30 Uhr
Priv.-Doz. Dr. Stefanie Knöll (Coburg)
Christian von Mechels Oeuvre de Jean Holbein und die angeblichen „Urzeichungen“ für Holbeins Bilder des Todes.

11.30–12.00 Uhr
Dr. Martin Kirves (Berlin)
Chodowiecki tanzt den Holbein. Figurationen des tanzenden Todes.

Mittagspause

13.30–14.00 Uhr
Dr. Madeleine Brook (Oxford/Stuttgart)
Appealing to German Nationalism: Text and Image in Adolf Ellissen's Hans Holbein's Initial-Alphabet mit dem Totentanz (1849).

14.00–14.30 Uhr
Franziska Ehrl, M.A. (Nürnberg)
„Mortuos plango, vivos voco!“ – Holbeins Bilder des Todes als Illustration in Gerhard Hahns Totentanz 1914/15.

14.30–15.00 Uhr
Abschlussdiskussion


Tagungsort:
Kunstsammlungen der Veste Coburg

Anmeldung:
Aus organisatorischen Gründen bitten wir um Anmeldung bis zum 10. September 2016.

Veranstalter:
Kupferstichkabinett, Kunstsammlungen der Veste Coburg.

Kontakt:
PD Dr. Stefanie Knöll
Kunstsammlungen der Veste Coburg
Veste Coburg
D 96450 Coburg
Tel. +49 9561/8790
Fax +49 3621-87966
sekretariat[at]kunstsammlungen-coburg.de





Quelle: H-ArtHist